Schilling

Bei Schilling Goldmünzen ist von zwei Epochen auszugehen. Es wird unterschieden zwischen Schilling Goldmünzen, produziert und herausgegeben vor und nach dem Zweiten Weltkrieg. Wir stellen hier die österreichischen Schilling Goldmünzen vor, welche vor dem Zweiten Weltkrieg, in der Zeit von 1926 und 1938, herausgegeben wurden.

1924 wurde in Österreich der Schilling als neue geltende Währung eingesetzt. Um auch weiterhin eine Goldmünze im Umlauf zu haben, wurden 1926 die österreichischen Schilling Goldmünzen mit den Nennwerten 25 und 100 Schilling ausgegeben.

Die Feinheit der österreichischen Schilling Goldmünzen beträgt 900/1000. Die 10 Prozent Kupferanteil machen die Münzen kratzfester und robuster, was von Vorteil war, da die Münzen im Zahlungsverkehr und somit im Umlauf waren. Heute werden Goldmünzen überwiegend mit einem Feingehalt von 999/1000 oder höher ausgegeben, da Gold heute eher zu Anlagezwecken erworben wird.

Die österreichischen Schilling Goldmünzen herausgegeben von 1926-1938 gelten als rar mit hohem Sammlerwert, weshalb sie in den Bereich der Numismatik fallen.

Die österreichischen Schilling Goldmünzen wurden in zwei Serien geprägt. Das Motiv der ersten Serie ausgegeben von 1926-1934, zeigt auf beiden Münzen, sowohl den 25 Schilling als auch auf den 100 Schilling Ausgaben, das in der 1. Republik (1919-1934) geltende Bundeswappen. Die Umschrift lautet “Republik Österreich”.

Auf der Wertseite ist der Nennwert und die Jahreszahl angegeben. Bei der Schilling Ausgabe wird die Jahreszahl wird von zwei Sternen gerahmt und zu beiden Seiten des Nennwertes wird ein Olivenzweig abgebildet. Auf der 25 Schilling Goldmünze wird der Jahrgang durch eine mittig dargestellte Weizenähre getrennt, auch bei diesen Ausgaben wird der Nennwert von zwei Olivenzweigen gerahmt. Ein gewellter Zierkreis umläuft den Randstab.

Die zweite Serie wurde von 1935-1938 ausgegeben. Die 100 Schilling Goldmünze zeigt ein Bild der “Magna Mater Austriae” und die Jahreszahl der Ausgabe. Auf der 25 Schilling Goldmünze der zweiten Serie ist ein Abbild des St.Leopold zu sehen.

Die Wertseite beider Ausgaben, zeigt neben dem Nennwert 25 Schilling/100 Schilling, das neue gültige Staatswappen, einen doppelköpfigen Adler mit dem österreichischen Wappen auf der Brust und das Ausgabeland “Österreich”.

Die Jahrgänge der zweiten Serie sind sehr begehrte Sammlerstücke und werden auf Auktionen hoch gehandelt.

25 Österreichische Schilling Goldmünze (1926-1934)

Die österreichische 25 Schilling Goldmünze wurde in der ersten Serie von 1926-1934 ausgegeben. Die Motivseite trägt das österreichische Staatswappen der ersten Republik. Zu sehen ist der “Bundesadler” mit Mauerkrone auf dem Kopf, im linken Fang trägt er einen Hammer und im rechten eine Sichel. Auf der Brust trägt der Adler ein rot-weiß-rotes Bindenschild. Die Umschrift der Motivseite lautet randseitig „Republik Österreich”. Der Feingoldgehalt beträgt 900/1000. Die restlichen 10% ist Kupferanteil, was der Münze die Kratzfestigkeit gibt. Die Münze wiegt 5,88 g mit einem Feingewicht von 5,29 g.

Randseitig wird die Wertseite von einem in Wellenform dargestellten Zierkreis umgeben. Der Nennwert “25 Schilling” steht in großen Lettern geschrieben und wird links und rechts von einem Olivenzweig gerahmt. Im unteren Drittel ist der Jahrgang durch zwei Weizenähren getrennt dargestellt.

25 Österreichische Schilling “St.Leopold” Goldmünze (1935-1938)

Das Motiv der 25 Schilling Goldmünze wurde 1934 geändert. Das Gewicht und die Feinheit sind gleich geblieben, was in Zahlen ausgedrückt eine Feinheit von 900/1000 und einem Gewicht von 5,88 g mit 5,29 g Feingold ergibt.

Die Motiv und Wertseite wurde neu gestaltet und der Fokus wurde vom “Staatlichen” auf Glaube und Hoffnung gelegt, der Fokus sollte nunmehr nicht mehr auf den staatlichen Emblems stehen, sondern auf Heiligtümer. Bei der 25 Schilling Goldmünze entschied man sich für ein Bild des St.Leopold, auch “der Heilige”, “der Milde” oder “der Fromme” genannt.

Leopold III. stammt aus dem Haus der Babenberger und war Markgraf der Mark Österreich. 1485 wurde er heilig gesprochen wurde und gilt als Landespatron Österreichs.

Leopold III. war Klostergründer und tat im Zuge seiner Tätigkeit viel für die Erschließung des Landes. Die Gründungen der Kloster dienten der Evangelisierung, der Bildung, und der Erschließung des noch stark bewaldeten Gebiets. Seine wichtigste Gründung war die Kosterneuburg 1108.

Auf der Motivseite ist “St.Leopold dargestellt mit Fürstenhut und Hermelinmantel. In seinem rechten Arm hält er Klosterneuburg, die bedeutendste seiner Klostergründungen und in der linken Hand hält er eine Schriftrolle. Die Beschriftung der Motivseite lautet „• ST • LEOPOLD •“. Die Jahreszahl befindet sich unten am Münzrand.

100 Österreichische Schilling Goldmünze (1926-1934)

Die 100 österreichische Schilling Goldmünze wurde ab 1926 herausgegeben. Sie hat einen Feingehalt von 90 % Gold bei einem Goldgehalt von 21,17 g.

Da es sich bei den Münzen um angedachte Kursmünzen handelt, war die Beifügung eines hohen Anteils an Kupfer sinnvoll, um die Münze vor zu starken Beschädigungen und Verkratzen beim Gebrauch zu schützen. Das Gesamtgewicht der Münze beträgt 23,52 g.

Die Motivseite der Münze zeigt mittig den österreichischen Adler mit einem Brustschild in den quergestreiften Farben Rot, Silber und Rot, welches das Staatswappen von 1919-1934 darstellt. Der Adler trägt eine Mauerkrone sowie Hammer und Sichel in den Klauen. Der  Schriftzug „REPUBLIK ÖSTERREICH“ ist durch zwei punktierte Kreise sowohl vom Rand als auch vom Adler abgehoben.

Die Wertseite zeigt in der oberen Hälfte in großen Zahlen den Nennwert „100“ und etwas kleiner darunter „SCHILLING“. Die Zahl ist dabei von zwei Olivenzweigen flankiert.

Am unteren Rand findet sich das Prägejahr der Münze umgeben von zwei Sternen, darunter in kleiner Schrift “Hartig”, stehend für den Künstler und Bildhauer, Arnold Hartig. Umgeben ist die Wertseite am Rand von einer aus einzelnen Bögen zusammengesetzten Kreislinie.

100 Österreichische Schilling Goldmünze Magna Mater (1935-1938)

Die 100 Schilling Goldmünzen wurden von 1918 bis 1938 geprägt und haben ein Feingewicht von 21,17 g bei einer Feinheit von 900/1000. Die Ausgabe der “Magna Mater” 100 Schilling Goldmünze, eröffnet die zweite Serie der in 1926 gestarteten Schilling Goldmünzen und wurde in der Zeit von 1935 bis 1938 geprägt. Die 23,5g schwere Münze hat ein Feingehalt von 900/1000 und das Feingewicht beträgt 21,17g. "Magna Mater" bedeutet "große Mutter" bzw. "große Gottesmutter". Auf den Magna-Mater-100 Schilling Goldmünzen ist auf der Motivseite die "Madonna von Mariazell" abgebildet. Der Schriftzug "Magna Mater Austrieae" und die Jahreszahl sind ebenfalls zu lesen. Die Abbildung der Madonna ist auf Wolken stehend dargestellt.

Die Wertseite trägt das von 1934-1938 gültige Wappen der Republik. Die Beschreibung des “neuen Staatswappens” wurde im Artikel 3 Absatz 1 der neuen Verfassung mit folgendem Wortlaut „Das Staatswappen besteht aus einem freischwebenden, doppelköpfigen, schwarzen, golden nimbierten und ebenso gewaffneten, rotbezungten Adler, dessen Brust mit einem roten, von einem silbernen Querbalken durchzogenen Schild belegt ist.“ abgedruckt und ist in diesem Abbild auf der Münze geprägt. Neben dem Wappentier ist der Nennwert “100 SCHILLING” und das Ausgabeland “OESTERREICH”, als durch Punkte getrennte Umschrift zu sehen.

Münze Österreich AG

Die Münze Österreich AG ist unter anderem für die Herstellung des Österreichischen Euros verantwortlich. Die Münze Österreich AG wurde 1989 zur Einführung des Wiener Philharmoniker in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Bis 1988 hieß sie “Wiener Hauptmünzamt” und kann auf eine über 600-jährige Geschichte verweisen. Heute ist die Münze Österreich AG Hersteller von diversen Gedenkmünzen, Goldmünzen, Silbermünzen. Zu ihren wichtigsten Produkten zählen der Euro, die Dukaten Nachprägungen Goldmünzen, der Wiener Philharmoniker Gold und Silber und der Maria-Theresien-Taler.

Produktdetails

Hersteller: Österreichische Münze

Herkunftsland: Österreich

Feinheit: 900/1000

Legierung: Gold / Kupfer

Größe: 25 Schilling 5,88 g Feingoldgehalt 5,29 g

100 Schilling 23,52 g Feingoldgehalt 21,17 g

Kratzfestigkeit: Gut

Gewicht
Herkunftsland

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  • 1000 Schilling Babenberger Goldmünze Österreich - Rückseite

    1000 Schilling Babenberger Goldmünze Österreich

    Feingewicht: 12,15 g
    Reinheit: 900/1000
    Land: Österreich
    Jahrgang: Verschiedene
    Prägestätte: Österreichische Münze
    Steuer: Steuerfrei gem. §25c UStG
    Erhaltung: Zirkuliert, Fein 
    zzgl. Steuern: 447,17 € inkl. Steuern: 447,17 €

    Preise variieren gem. Bestellmenge

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