Heimische Vögel

Die Münzserie der Gedenkmünzen Goldeuro „Heimische Vögel“ wurde als Anschlussserie an die Goldeuroserie „Deutscher Wald“, welche 2015 endete, herausgegeben.

Die Serie „Heimsche Vögel“ umfasst insgesamt 6 Ausgaben. Die Goldmünzenserie wird vom Bundesfinanzministerium in Auftrag gegeben. Die erste Ausgabe erfolgte 2016 mit dem Motiv der Nachtigall und wird 2021 mit dem Münzmotiv des Schwarzspechtes enden. Die Gedenkmünzen haben ein Feingewicht von 1/8oz, was 3,89g entspricht und eine Feinheit von 999,9/1000. Die Auflage der Goldeuro beträgt in der Regel 200.000 Exemplare, welche zu gleichen Teilen, je 40.000 Stück, in den fünf Prägestätten der Bundesrepublik Deutschland geprägt werden. Die Motive und die Erscheinungsjahre der einzelnen Münzen sind im Vorfeld bekannt.

Die Goldmünzen der Serie „Heimische Vögel“ haben in der Bundesrepublik Deutschland den Status eines gesetzlichen Zahlungsmittels. Da der Wert von Goldmünzen den aufgeprägten Nennwert um ein Vielfaches übersteigt, geraten sie allerdings nicht in Umlauf.

Die sechsteilige Münzserie widmet sich heimischen Vogelarten. Die Artenvielfalt der Vögel ist in den letzten Jahrzehnten bedrohlich geschrumpft. Immer mehr Arten sind vom Aussterben bedroht oder bereits ausgestorben. Gründe hierfür gibt es viele, wie Abholzung, Lebensraumverlust, Einsatz von Pestiziden und natürliche Ursachen wie Überschwemmungen und schlechte Witterung während der Brutzeit. Mit dieser Serie wird auf die Natur und ihre Erhaltung aufmerksam gemacht. Als Motive der Serie wurden Vogelarten gewählt, welche bereits als ausgestorben galten, sehr selten sind oder es werden könnten.

Wie auch bei allen anderen Goldeuros wurden die Motive im Rahmen eines künstlerischen Wettbewerbs gewählt. Das Konzept von Josef H. Reichholf ein deutscher Zoologe, diente als Vorlage. Sieger des Wettbewerbs waren Bodo Broschat, Frantisek Chochola und Adelheid Fuss.

Die folgenden Designer gestalteten die Entwürfe der einzelnen Vogelarten:

-    Bodo Broschat - Goldeuro „Heimische Vögel“ Motive Nachtigall 2016 und Wanderfalke 2019

-       Frantisek Chochola – Goldeuro „Heimische Vögel“ Motive Pirol 2017 und Schwarzspecht 2021

-       Adelheid Fuss – Goldeuro „Heimische Vögel“ Motive Uhu 2018 und Weißstorch 2020

zudem zeigt sich Adelheid Fuss für den Entwurf der Wertseite verantwortlich.

Die Wertseite der Münzserie ist bei allem Ausgaben gleichbleibend. Sie zeigt eine Darstellung des deutschen Bundesadlers, eingerahmt von 12 Sternen, welche für die Europäische Union stehen. Für die Designerin Adelheid Fuss, ist es die erste Münzarbeit für eine staatliche deutsche Münzprägeanstalt.

Goldeuro 20 Euro Goldmünze „Heimische Vögel“ Nachtigall 2016

Die Motivseite der ersten Ausgabe der Serie zeigt die Nachtigall. Es wird eine, auf einem Ast sitzende, mit geöffnetem Schnabel singende Nachtigall dargestellt. Der Münzhintergrund ist ist mattiert, bis auf eine kreisrunde Aussparung hinter der singenden Nachtigall. Der glänzende Kreis soll den Vollmond darstellen. Am unteren Münzrand ist das Wort „NACHTIGALL“ eingeprägt. Im rechten Randbereich sind in Schnörkelschrift die Initialen des Künstlers Bodo Broschat zu sehen.

Die Wertseite der Goldmünze „Heimische Vögel: Nachtigall“ zeigt einen, von 12 Europasternen eingerahmten, Bundesadler. Unter der linken Klaue des Adlers ist das Münzzeichen der ausgebenden Prägestätte („A“, „D“, „F“, „G“ oder „J“) zu erkennen. Das Ausgabeland „BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND“ ist im oberen Randbereich genannt, das Ausgabejahr „2016“ und der Nennwert der Münze „20 EURO“ sind im unteren Randbereich ausgewiesen.

Produktspezifikationen

Gewicht: 3,89 g

Durchmesser: 17,5 mm

Reinheit: 999,9/1000

Auflage: 200.000 Stk. (40.000 je Prägestätte)

Nominalwert: 20 Euro

Die Nachtigall

Das Motiv, die Nachtigall, auch „Königin der Nacht“ genannt, ist ein in weiten Teilen Europas und Nordafrika lebender Singvogel. Die Nachtigall ist auch in Deutschland heimisch. Der Lebensraum der Nachtigall ist bevorzugt in lichten Laub-, Laubmisch- und Auwäldern, Parks, Friedhöfen und Heckenlandschaften. Sie benötigt Unterholz, eine dichte Krautvegetation und eine Falllaubschicht.

Bekannt ist die Nachtigall durch ihren Gesang. Ihr Gesang wurde vielen Komponisten zum Vorbild auch in vielen Kinderliedern wird der Gesang der Nachtigall besungen.

Der Bestand der Nachtigall schwankt erheblich, da traditionelle Brutplätze verloren gehen, etwa durch Entfernung des Unterholzes und der Falllaubschicht. Auch ihre übrigen Habitate, wie Auwälder und Laubwälder, werden teils abgeholzt oder mit Nadelwald aufgeforstet. Daneben führen natürliche Ursachen, wie schlechte Witterung während der Brutzeit, Überschwemmungen und Brutverluste durch natürliche Feinde zu einem Bestandsrückgang.

Goldeuro 20 Euro Goldmünze „Heimische Vögel“ Pirol 2017

Der Münzhintergrund der Motiv- und Wertseite der Goldmünze „Heimische Vögel“ Pirol 2017 weist eine glatte Fläche auf. Die Münze hat beidseitig einen Randstab, zur besseren Stapelbarkeit und zum Schutz des Motivs.

Die Motivseite der Goldeuromünze „Heimische Vögel“ Pirol 2017 zeigt den namensgebenden Vogel auf einem Ast sitzend, mit nach rechts hinten gewendetem Kopf. Unter dem Motiv ist das Wort „PIROL“ zu sehen. Rechts des Pirols sind die Initialen "CH" stehend für den Küntler. 

Für das Design der Motivseite zeichnet der Bildhauer, Illustrator und Medailleur Frantisek Chochola verantwortlich. Frantisek Chochola gehört zu den bekanntesten Münzdesignern Deutschlands.

Auf der Wertseite der Goldmünze ist mittig ein Bundesadler zu sehen, welcher von zwölf Europasternen kreisförmig eingerahmt ist. Im oberen Randbereich ist das Ausgabeland „BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND“ genannt. Der Prägestempel der verausgabenden Prägestätte ist recht unter der Klaue des Alder zu sehen. Im unteren Randbereich sind der Jahrgang „2017“ sowie der Nennwert von „20 EURO“ ausgewiesen.

Die Auflage des Goldeuro "Heimische Vögel" Pirol 2017 gab es eine Gesamtauflage von nur 168.000 Stück.

Produktspezifikationen

Gewicht: 3,89 g

Durchmesser: 17,5 mm

Reinheit: 999,9/1000

Nominalwert: 20 Euro

Der Pirol

Der Pirol kommt vorwiegend in den Tropen Afrikas und Asiens vor. Von seinen 28 Arten ist nur eine Art, der "europäische" Pirol, bei uns beheimatet.

Der Pirol, mit seinem zitronen- bis goldgelben Gefieder, ist in freier Natur sehr schwer zu sehen. Meist hält er sich im Laubdach höherer Bäume versteckt. So schwer wie man den scheuen, etwa amselgroßen Vogel zu sehen bekommt, so deutlich kann man seinen flötenden Ruf hören.

Der Pirol ist ein Vogel, welcher lichte Auenwälder, Bruchwälder und gewässernahe Gehölze bevorzugt. Ebenso zählen Laub-, Misch- und Nadelwälder, sowie Parks, große Gärten, Friedhöfe, Streuobstwiesen, hohe Obstbäume, Windschutzgürtel und Alleen zu seinen Brutgebieten, wo er sich überwiegend im Kronendach höherer Bäume aufhält. Auf dem Zug in sein afrikanisches Überwinterungsgebiet findet man ihn außerdem in Wein- und Olivenplantagen, in Oasen und im Hochgebirge.

Aufgrund der großflächigen Zerstörung früherer Flussauen und alter Laubwälder, ist der Pirol hierzulande zu einer recht seltenen Erscheinung geworden.

Schon 2002 wurde der Pirol in die Vorwarnliste der Roten Liste gefährdeter Brutvögel in Deutschland aufgenommen, da die Bestandsentwicklung seit Jahren fortwährend negativ war und weiterhin ist. Zu den Gefährdungsursachen zählen der Verlust naturnaher Laub- und Auwälder, der Biozideinsatz in Brut-, vor allem aber Rast- und Überwinterungsgebieten, sowie die illegale Bejagung auf den Zugwegen. In den afrikanischen Winterquartieren wirken sich zusätzlich zur direkten Verfolgung die fortschreitende Rodung tropischer Wälder, aber auch klimatische Faktoren, wie die Zunahme von Trockenheit oder Dürre negativ aus.

Goldeuro 20 Euro Goldmünze „Heimische Vögel“ Uhu 2018

Die Motivseite der 2018er Ausgabe zeigt einen wachsamen Uhu mit flauschigem Gefieder. Die Federn auf den Flügeln sind sehr detailliert sichtbar. Der Uhu wird auf einem Ast sitzend angedeutet dargestellt. Im linken unteren Viertel der Münze sind die Initialen von Adelheid Fuss "AF", der Designerin des Motivs zu sehen. Im rechten oberen Viertel ist die Bezeichnung der Münze „UHU“ sichtbar.

Die Wertseite zeigt wie alle Münzen der Serie, mittig einen Bundesadler eingerahmt von 12 Sternen, welche für die EU stehen. In der oberen Münzhälfte randläufig ist der Schriftzug „BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND“ zu sehen. Rechts unter der Klaue des Adlers ist der jeweilige Prägebuchstabe der ausgebenden Prägestätte.  Das Ausgabejahr „2018“ und der Nennwert „20 EURO“ sind im unteren Münzbereich zu sehen.

Produktspezifikationen

Gewicht: 3,89 g

Durchmesser: 17,5 mm

Reinheit: 999,9/1000

Nominalwert: 20 Euro

Der Uhu

Der Uhu wurde von NABU und LBV zum Vogel des Jahres 2005 gekürt. Der Uhu steht wie kaum ein anderer Vogel für die Erfolge im Artenschutz. Die in Deutschland fast ausgerottete größte europäische Eule kommt dank gezielter Artenhilfsprogramme heute wieder bundesweit vor. Auch wenn sich das Blatt insgesamt gewendet hat, ist der Uhu auch heute noch besonders schutzbedürftig.

Noch vor wenigen Jahrzehnten war der Uhu in weiten Teilen Europas ausgestorben, da gegen alle großen Beutegreifer wie Wolf, Bär, Luchs, Wildkatze und auch den Uhu seit Beginn des 19. Jahrhunderts Jagd gemacht wurde. Wie aus Erlassen zu belegen ist wurde von der Obrigkeit auf viele der Beutegreifer ein Kopfgeld ausgesetzt, was die Jagd auf die Tiere anheizte.

Bis weit in das 20. Jahrhundert hinein wurden die Uhus aus den Nestern genommen als Erfüllungsgehilfen für die Jagd auf Greifvögel und Krähen. Zeigte sich ein Uhu am Tage seinen fliegenden Beutetieren, kamen diese zusammen, um den Feind mit vereinten Kräften zu vertreiben. Dieses Phänomen machten sich die menschlichen Jäger zunutze. Der Uhu wurde an Lederriemen gefesselt auf einen Pflock gesetzt so zur Lockbeute von Krähen und Greifvögel eingesetzt. Diese wiederum wurden zur Zielscheibe des Jägers. Diese Methode ging als "Hüttenjagd" und der Uhu als "Hüttenuhu" in die Jagdgeschichte ein.

Als Folge gab es um das Jahr 1934 im gesamten deutschen Reich keine hundert Uhupaare mehr. Der Uhu durfte zwar nicht mehr verfolgt und zu Lockbeutezwecken genutzt werden, aber das Jagdverbot kam zu spät.

Rar, wild und menschenscheu machte den Uhu erst die Jagd. In Deutschland war trotz des Jagdverbots an eine Rückkehr des Uhus nicht zu denken. Die Population war viel zu klein, um die großen Verbreitungslücken jemals wieder schließen zu können.

Vogelschützer gaben dem Uhu die Chance sich wieder vermehren zu können. Zoologische Gärten, nahmen den Uhu Nachwuchs, der nach dem Verbot „arbeitslosen“ Hüttenuhus, auf und gründeten die "Aktion zur Wiedereinbürgerung des Uhus". Die jungen Uhus wurden auf ein Leben in der Natur vorbereitet und in geeigneten Lebensräumen freigelassen - allein zwischen 1974 und 1994 fast dreitausend Vögel. Bald kam es zu ersten Bruten. Uhus, die keinen Partner fanden, bekamen durch die „Uhuschützer“ den passenden Partner aus dem Zoo. Wo immer möglich, setzte man den in der Natur brütenden Uhus zu ihren eigenen Jungen ein zoogeborenes Jungtier hinzu.

Der Bestand des Uhus kann noch nicht als gesichert gelten: Noch ist er von der Fortführung von Schutzmaßnahmen abhängig. Neben der Verfolgung durch den Menschen, die heute keine entscheidende Rolle mehr spielt, sind es vor allem folgende Gefahren:

  • Verluste durch Stromschlag an vogelgefährlich konstruierten und ungesicherten Masten im Mittelspannungsnetz und im Bereich der Bahn sowie Verluste durch Leitungsanflug

  • Störungen an den Brutplätzen, zum Beispiel durch Klettersportler

  • der Verlust von wichtigen Sekundärlebensräumen in Steinbrüchen durch Verfüllung (Rekultivierung)

  • Verschlechterungen des Nahrungsangebots durch Nutzungsveränderungen in der Agrarlandschaft

Goldeuro 20 Euro Goldmünze „Heimische Vögel“ Wanderfalke 2019

Produkt bisher noch nicht erschienen

Produktspezifikationen

Gewicht: 3,89 g

Durchmesser: 17,5 mm

Reinheit: 999,9/1000

Nominalwert: 20 Euro

Goldeuro 20 Euro Goldmünze „Heimische Vögel“ Weißstorch 2020

Produkt bisher noch nicht erschienen

Produktspezifikationen

Gewicht: 3,89 g

Durchmesser: 17,5 mm

Reinheit: 999,9/1000

Nominalwert: 20 Euro

Goldeuro 20 Euro Goldmünze „Heimische Vögel“ Schwarzspecht 2021

Produkt bisher noch nicht erschienen

Produktspezifikationen

Gewicht: 3,89 g

Durchmesser: 17,5 mm

Reinheit: 999,9/1000

Nominalwert: 20 Euro

Kauftipps

Die 20-Euro-Münzen gelten wie alle anderen deutschen Anlage- und Sammlermünzen nur in Deutschland als gesetzliches Zahlungsmittel. Der Nennwert entspricht bei Weitem nicht dem Materialwert, wichtig jedoch bei Angabe des Nennwertes sind die steuerlichen Regelungen. Mehrwertsteuerfrei können Goldmünzen in Deutschland nur erworben werden, wenn das Gold zu Anlagezwecken erworben wird. Als Anlagegold und somit steuerfrei definiert wird Gold nach EU-Richtlinie 98/80/EG wie folgt:

“Gold in Barren- oder Plättchenform mit einem von den Goldmärkten akzeptierten Gewicht und einem Feingehalt von mindestens 995 Tausendstel (Barren oder Plättchen mit einem Gewicht von höchstens 1 g können die Mitgliedstaaten von der Regelung ausnehmen) oder Goldmünzen, die einen Feingehalt von mindestens 900 Tausendstel aufweisen, nach dem Jahr 1800 geprägt wurden, in ihrem Ursprungsland gesetzliches Zahlungsmittel sind oder waren und üblicherweise zu einem Preis verkauft werden, der den Offenmarktwert ihres Goldgehalts um nicht mehr als 80 % übersteigt“

– offizielle Zusammenfassung der EU-Richtlinie 98/80/EG -

Der Preis der „Heimischen Vögel“ Goldmünzen setzt sich zusammen aus dem Gold-Spot-Preis und der Prämie. Einige der wichtigsten Faktoren, die den Goldpreis beeinflussen, sind: Angebot und Nachfrage, geopolitische Ereignisse und Zentralbankpolitik.

Goldkäufer sollten sich mit diesen Preisfaktoren vertraut machen und die Geschichte des Goldes kennenlernen.

Die Prämie setzt sich zusammen aus den Kosten und der Marge der Prägestätte und des Edelmetallhändlers. Die Prämie für halbnumismatische Münzen, wie die Goldeuro Gedenkmünzen „Heimische Vögel“, kann manchmal höher sein, weil die Münzen oft Sammlerwert entwickeln. Es gibt jedoch mehrere Faktoren, die die Prämie beeinflussen, darunter:

  • Der Zustand der Münze (brillante unzirkulierte Münzen haben in der Regel eine höhere Prämie)

  • Die Auflage einer bestimmten Ausgabe. (limitierte Prägungen oder seltene Münzen haben oft eine höhere Prämie.

  • Angebot und Nachfrage (Münzen mit hoher Nachfrage können manchmal eine höhere Prämie haben.

Herausgeber der deutschen 20- und 100-Euro-Goldmünzen ist das Bundesministerium für Finanzen im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland.

Details

Hersteller: Staatliche Prägeanstalten der Bundesrepublik Deutschland

Herkunftsland: Deutschland

Feinheit: 999,9/1000

Feinheit: 24 Karat Gold

Gewicht: 3,89 Gramm, 1/8oz

Durchmesser: 17,5 mm

Nennwert: 20 Euro

Kratzfestigkeit: schlecht

Gewicht
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