18 Januar 2014

Was ist mit Deutschlands Gold?

CelticGold Kommentar: Dieser kurze Beitrag wurde im Jahr 2008 verfasst. Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass Deutschland nur einen Teil der Reserven gestreckt über mehrere Jahre zurückerhält. 

Viele Finanzjournalisten, wie auch CelticGold gehen davon aus, dass Deutschland sein Gold nicht vollständig zurück erhält.

 

Nach offizieller Statistik besitzt Deutschland 3.428 Tonnen Gold, nach den USA der zweitgrößte Goldschatz der Welt. Mit Gründung der EZB transferierte die Deutsche Bundesbank 232 Tonnen an das europäische Währungsinstitut. 1.700 Tonnen des deutschen Goldes sind vermutlich in West Point, New York gelagert. Man hatte damals während des kalten Krieges lieber die Goldreserve ins Ausland verlagert. Die 1.700 Tonnen wurden in den USA unter „Custodial Gold“ oder „Deep storage Gold“ verbucht.

Die Bundesbank bewahrt nur einen kleinen Teil ihres Goldes in eigenen Tresoren auf, etwas über 2%, ca. 80 Tonnen. Der Rest und Großteil liegt in USA, England und Frankreich.

Von den rund 3.400 Tonnen wurden ca. 1.700 Tonnen verliehen und weitere 1.700 Tonnen über das Fed an den U.S. Exchange Stabilization Fund verliehen. Dieser wiederum hat das Gold an Bullion Banken verkauft. Da die Informationsweitergabe des deutschen Goldes sehr restriktiv gehandhabt wird, weiß niemand genau wie viel Gold überhaupt und physisch noch da ist. Im schlimmsten Fall wurden zweimal 1.700 Tonnen verliehen, also wäre der Bestand 0 Tonnen. Man darf nicht vergessen, dass ausgeliehenes Gold nur noch in den Büchern steht. Es wird im wahrscheinlichen Fall eines Zusammenbruchs nicht mehr zurückkommen. 

 

Autor: celticgold.eu

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