16 Februar 2016

„Cashless Society?“ Was die Bargeld-Obergrenze für Anleger bedeutet

Maximal 5.000 Euro in Bar – Über dieses Vorhaben diskutiert derzeit ganz Deutschland. Finanzexperte Stefan Krämer, Vorstand der CelticGold AG, sieht darin nur einen weiteren Schritt zur „Cashless Society“, der auch für private Anleger Konsequenzen hat. „Eine mögliche Bargeldgrenze würde auch Tafelgeschäfte betreffen. In Zukunft wäre es also schwieriger, die Privatsphäre von Kunden bei größeren Zahlungen zu gewährleisten.“ Was sich mit der Bargeld-Obergrenze für Anleger ändern würde, erklärt er im Beitrag. 

Mit dem Vorhaben einer Bargeld-Obergrenze wäre Deutschland nicht die erste Nation. Italien hat diese Grenze schon vor Jahren eingeführt, skandinavische Länder wie Dänemark oder Norwegen wollen zukünftig ganz ohne Bargeld auskommen. Auch 500-Euro-Scheine sind in manchen Staaten der Eurozone nur noch auf Bestellung erhältlich. Geldwäsche und Steuerhinterziehung sollen damit vermieden werden, doch die Entscheidung für eine Obergrenze hätte enorme Auswirkungen auf die Privatsphäre: „Elektronische Zahlungen können kontrolliert und zurückverfolgt werden. Im schlimmsten Fall könnten sie auch manipuliert oder gesperrt werden“, sagt Stefan Krämer und ergänzt: „Auch bei der Zahlung mit Kreditkarte im Internet kommt es immer wieder zu Sicherheitslücken und Datenklau.“

Das ändert sich für private Anleger

Von einer möglichen Obergrenze für Bargeld währen in erster Linie Tafelgeschäfte betroffen, also diejenigen Geschäfte, bei denen der Kunde seine Käufe mit Bargeld tätigt, ohne zum Beispiel eine Kontobewegung herbeizuführen. Das heißt, auch größere Zahlungen können in diesem Rahmen anonym durchgeführt werden. 

In dieses Feld zählt auch der Kauf von Edelmetallen wie Silber oder Gold. Bei Einführung der Obergrenze müsste der Edelmetallhandel adaptieren: „Die Händler würden geringere Stückelungen bei den Prägestätten nachfragen und müssten diese dann anbieten“, erklärt Stefan Krämer. Aber: 5.000 Euro entsprechen gerade mal einem 100-Gramm- und einem 50-Gramm-Barren. „Im Verhältnis sind sie also wesentlich teurer als größere Stückzahlen. Wer sich für Gold als Anlageform entscheidet, sollte im Hinblick auf die drohende Bargeld-Obergrenze schnell zuschlagen. Der Zeitpunkt ist so günstig wie nie“, so Krämer, Vorstand der CelticGold AG. 

 

Neben dem Edelmetallhandel wären all jene Branchen betroffen, in denen es üblich ist, auch größere Beträge in bar zu begleichen. So wäre es zukünftig auch schwerer, Schmuck, Gemälde, Autos oder sogar Immobilien zu kaufen, ohne seine Identität preisgeben zu müssen. Das Geschäft mit Aktien, Fonds oder anderen Wertpapieren wäre von der Obergrenze von 5.000 Euro weniger betroffen, da für deren Handel zwingend ein Trading-Konto vorhanden sein muss. „Doch auch diese Konten lassen sich zukünftig nicht mehr mit einer größeren Menge Bargeld eröffnen“, so Stefan Krämer.

Autor: celticgold.eu

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