25 März 2020

Bitcoin – Noch kein sicherer Hafen

1. Rückblick

Die Preise für einen Bitcoin erreichten am 13.Februar mit knapp 10.500 USD ein wichtiges Zwischenhoch. Im Zuge der Corona-Panik und der in allen Anlageklassen um sich greifenden Deflation fiel der Bitcoin innerhalb von vier Wochen bis auf 3.850 USD bzw. um 63,3% zurück. Auf diesen scharfen Kursrutsch folgte bislang eine Gegenbewegung bis auf 6.930 USD. Diese Erholung konnte aber zunächst nicht nachhaltig verteidigt werden, so dass die Preise für einen Bitcoin schnell wieder unter 6.000 USD fielen. 

Mit der Ankündigung seitens der amerikanischen Fed notfalls unbegrenzte Anleihekäufe vorzunehmen konnte der Bitcoin dann zu Wochenanfang wieder deutlich anziehen. Mit Kursen um 6.750 USD klopfen die Notierungen damit erneut an die Widerstandszone oberhalb von 7.000 USD an.

Auffällig ist außerdem, dass sich der Bitcoin zusammen mit Gold im deflationären Crash doch relativ gut hält und korreliert. Von einem sicheren Hafen kann man zwar noch nicht sprechen, aber zumindest scheint der Bitcoin ganz vorne in der Kurve angekommen zu sein. Insbesondere die Tatsache, dass der Bitcoin seine Erholungssprünge nun bereits mehrmals vor den Aktienmärkten starten konnte, lässt aufhorchen.

2. Chartanalyse Bitcoin in US-Dollar

Bitcoin Wochenchart 24.3.2020

Quelle: Tradingview

In unserer letzten Analyse vom 29.Februar waren wir bärisch gestimmt und hatten Kurse bis in den Bereich um 7.200 bis 7.800 USD erwartet. Gleichzeitig sind wir aber auch davon ausgegangen, dass die mehrjährige Aufwärtstrendlinie letztlich halten sollte. Mittlerweile sind wir schlauer. So wie jeder andere Marktteilnehmer auch müssen wir den eindeutigen Bruch der Aufwärtstrendlinie zur Kenntnis nehmen. Dieser Bruch hat sich sofort in einem dramatischen Kurssturz ausgewirkt und die Bitcoin-Notierungen bis auf ein erstes Tief 3.800 USD gestürzt. Seit diesem Ausverkauf laufen die ersten Aufräumarbeiten und Bitcoin konnte sich zumindest in die obere Hälfte des nun klar definierten neuen Abwärtstrendkanals flüchten.

Betrachtet man die gesamte Abwärtsstrecke seit Hoch vom letzten Sommer, wäre nun eine Erholung bis zumindest 7.650 USD gut möglich. Legt die man die Fibonacci Retracements nur auf die Abwärtsstrecke seit dem Februar-Hoch um 10.500 USD an (siehe Tageschart), kommt man auf ein mögliches Erholungsziel im Bereich um 7.960 USD (61,8%-Retracement). Dieses passt gut mit der Erfahrung zusammen, dass gebrochene Dreiecke gerne nochmal in Richtung des Durchbruchniveaus angelaufen werden. Damit lässt sich die Zone zwischen 7.650 USD und 8.000 USD als sehr wahrscheinliches Ziel der laufenden Erholung klassifizieren. Im Anschluss wären dann wieder deutlich tiefere Kurse zu erwarten. 

Zusammengefasst ist der Wochenchart übergeordnet eindeutig bärisch. Gleichzeitig hat der Stochastik Oszillator ein neues Kaufsignal geliefert, womit zunächst eine Fortsetzung der Erholungsbewegung sehr wahrscheinlich ist. Diese Erholung dürfte unterhalb der gebrochenen Aufwärtstrendlinie im Bereich zwischen 7.700 und ca. 8.000 USD vermutlich ihr Ende finden. Im Anschluss sollten die Bären wieder das Ruder übernehmen und die Bitcoin-Notierungen erneut in Richtung 6.500 USD und tiefer drücken. 

Bitcoin Tageschart 24.3.2020

Quelle: Tradingview

Auf dem Tageschart ist das ganze Bündel an starken Widerstandszonen auf dem Weg nach oben noch besser zu erkennen. Bereits in der Zone zwischen 6.500 und 7.200 USD warten die Tiefpunkte vom letzten November/Dezember. Darüber liegt bei 7.960 USD das bereits genannte 61,8%-Retracement. Zudem kommt hier auch noch die mittlerweile fallende 200-Tagelinie (8.365 USD) als zusätzlicher Widerstand in Spiel.

Mit dem aktiven Stochastik-Kaufsignal im Rücken stehen die Chancen für eine kurzfristige Fortsetzung der Erholung jedoch vorerst gut. Ein Anstieg bis in den Bereich um 8.000 USD scheint definitiv möglich und könnte in der aktuellen Panik sogar relativ schnell über die Bühne gehen. Im Bereich der 200-Tagelinie und unterhalb der gebrochenen Aufwärtstrendlinie muss dann aber mit der erneuten Trendwende zugunsten der Bären gerechnet werden. Wer seine Krypto-Bestände gegen ein mögliches Deflationsszenario absichern möchte, könnte also zwischen 7.700 und 8.200 USD seine Hedges aufbauen. 

In der Konklusion ist der Tageschart bullisch. Eine Erholung bis ca. 8.000 USD erscheint möglich und ist vermutlich bereits auf dem Weg. Der Bruch der jahrelange Aufwärtstrendlinie wiegt aber schwer und lässt im Anschluss an die laufende Erholung wieder deutlich tiefere Bitcoin-Kurse erwarten. Eine antizyklische Kaufchance liegt angesichts der schnellen und fast 3.000 USD starken Erholung schon nicht mehr vor.

3. Terminmarktstruktur Bitcoin

Bitcoin CME Futures 24.3.2020

Quelle: Barchart

Obwohl der Bitcoin Future erst seit dem 17.Dezember 2017 mit dem Symbol XBT an der CBOE und mit dem Symbol BTC an der CME gehandelt wird, bietet der wöchentliche CoT-Report (Commitment of Trades) einen interessanten Überblick über die Positionierungen und ist in jedem Fall eine Hilfe bei der Analyse des Bitcoin Marktes.

Futures sind hoch regulierte, aber fremd- oder marginfinanzierte Finanzprodukte, die auf Sicherheitshinterlegung (Margin) gehandelt werden. Dabei wird nur ein geringerer Einsatz benötigt und ein deutlich größerer Wert bewegt. Bei der CME handelt man 5 Bitcoins pro Kontrakt, d.h. bei einem Preis von 6.000 US-Dollar pro Bitcoin, kostet ein Bitcoin Future 30.000 US-Dollar. Um den Bitcoin März Future zu handeln, benötigt man derzeit eine hinterlegte Margin von 10.247 US-Dollar. D.h. man ist mit einem Hebel von mind. 3 unterwegs. In einer hochvolatilen Assetklasse wie dem Bitcoin können die Tagesschwankungen bei einer Bitcoin Future Position also leicht 10-30% ausmachen!

Das Augenmerk unserer Analyse gilt bei den sogenannten Terminmarktreporten (CoT-Report) normalerweise vor allem extremen Konstellationen sowie der grundsätzlichen Positionierung des „professionellen Geldes“. Die Profis (auch Commercials genannt) sind beim Bitcoin Future bislang aber kaum aktiv, da es noch nicht viel Investmentprodukte gibt, welche über den Future gehedged werden müssten.

In den letzten zwei Jahren hat sich jedoch vor allem die Untergruppe der sogenannten „Other Reportables“ mit einer sehr erfolgreichen antizyklischen Vorgehensweise hervorgetan. Die Gruppe der „Other Reportables“ wird im normalen CoT-Report gar nicht einzeln aufgelistet und repräsentiert alle meldepflichtigen Trader, die nicht einer der drei Gruppen der Produzenten, Swap Dealer oder Money Manager zugerechnet werden können. Insbesondere dürfte es sich dabei um Proprietäre Handelsunternehmen, Quant Funds und potenziellen Sell-Side-Market-Marktmacher handeln.

Vor vier Wochen hatten wir darauf hingewiesen, dass diese Gruppe der „Other Reportables“ mit kumuliert 1.703 Kontrakten eine relativ hohe Long-Position aufgebaut hatte. Im Zuge des dramatischen Preiseinbruchs musste diese Händlergruppe allerdings offensichtlich ihre Long-Positionierung drastisch zurückfahren. Aktuell werden in der Summe noch 80 Long-Kontrakte gemeldet. Auf der Gegenseite haben gleichzeitig die „Leveraged Funds“ ihre Shortpositionen von 2.737 auf „nur noch“ 1.038 leerverkaufte Kontrakte deutlich reduziert. Gleichzeitig hat sich der Spread zwischen Spot und Future erheblich verringert.

Insgesamt ist der aktuelle CoT-Report eher neutral zu werten. Keine der Händlergruppen nimmt aktuell eine extreme Position ein. Gleichzeitig scheint die erfolgsverwöhnte Gruppe der „other reportables“ mit dem Kursrutsch auf dem falschen Fuß erwischt worden zu sein.

4. Sentiment Bitcoin

Bitcoin Optix 24.3.2020

Quelle: Sentimentrader

Bitcoin Sentiment History 24.3.2020

Quelle: Crypto Fear & Greed Index

Bitcoin Fear and Greed Index 24.3.2020

Quelle: Crypto Fear & Greed Index

Seit dem letzten Stimmungshoch Mitte Februar ist das Sentiment zusammen mit den deutlich gefallenen Bitcoin-Notierungen in den Keller gerutscht. So bewegt sich der „Fear & Greed Index“ mit einem Wert von 10 auf dem tiefsten Stand seit dem Dezember 2018. Damals markiert das miserable und ausgebombte Sentiment den Tiefpunkt bei Preisen im Bereich um 3.125 USD. Aktuell, knapp 15 Monate später, rennt der Bitcoin gegen die Marke von 7.000 USD an, während die Stimmung unter den Marktteilnehmern von Panik und Verzweiflung geprägt ist.

Economist1 24.3.2020

Economist2 24.3.2020

Auch wenn der Titelblattindikator auf den ersten Blick nicht unbedingt etwas mit Bitcoin zu tun hat, müssen wir uns dennoch folgendes klarmachen: Innerhalb von vier Wochen ist die extrem euphorische Erwartungshaltung nach einem jahrelangen Bullenmarkt bei den Aktien gerade erst gekippt. Während der Economist noch am 22.Februar von einem gewaltigen Bullenmarkt bei den Tech-Aktien schwärmte, erscheint nun ein komplett in schwarz gefärbtes Cover. Unendlich viele Portfolios dürften im Zuge des deflationären Crashs der letzten Wochen komplett unter Wasser geraten sein. Übertreibungen wie wir sie in den letzten Jahren und insbesondere in den letzten Monaten vor dem Crash beobachten können, werden in der Regel nicht innerhalb von 4 Wochen abgebaut. Wir sollten uns hier vielmehr auf eine deutlich längere Korrekturphase bzw. einen mehrjährigen Bärenmarkt einstellen. 

Für den Bitcoin bedeutet dies vermutlich, dass vor allem die kryptobegeisterten jungen aber unerfahrenen Anleger bittere Verluste in ihren Tech-Aktien erlitten haben. Damit fällt diese Gruppe als Käufer am Bitcoin-Markt aufgrund mangelnder liquider Mittel sowie einer negativen Massen-Psychologie mehr oder weniger aus. Außerdem wird eine deflationäre Abwärtsspirale zunächst alle Anlageklasse in Mitleidenschaft ziehen.

Insgesamt liegen aus der Sentiment-Perspektive aber aktuell ideale Voraussetzungen für einen antizyklischen und langfristigen Einstieg beim Bitcoin vor. Gemäß der Börsenweisheit „Kaufen, wenn die Kanonen donnern“ (Carl Mayer von Rothschild (1788-1855) hat der Ausverkauf beim Bitcoin zuletzt historisch betrachtet extreme Züge angenommen. Die Wahrscheinlichkeit, dass hier in den letzten drei Wochen die allermeisten schwachen Hände abgeworfen wurden, ist hoch. Ausgehend von derart ausgeprägten Extremphasen kommt es über kurz oder lang meist zu einer überraschenden und starken Bewegung in die andere Richtung.

5. Saisonalität Bitcoin

Bitcoin Saisonalität 24.3.2020

Quelle: Seasonax

 

Trotz der überschaubaren Datenreihe hat sich beim Bitcoin in den letzten neun Jahren ein erstes saisonalen Muster etabliert, welches durchaus als nützliches Werkzeug beim Timing herangezogen werden kann. Demnach müsste in diesen Tagen bzw. bis Anfang/Mitte April ein neuer Aufwärtszyklus beginnen, welcher die Bitcoin-Notierungen auf ein wichtiges Zwischenhoch bis zum Frühsommer hieven könnte. Laut der saisonalen Statistik übernehmen die Bären dann erst frühestens ab Mitte Juni bis Anfang Oktober wieder die Kontrolle. 

Die saisonale Komponente ist seit Ende Februar günstig und unterstützt steigende Bitcoin-Kurse bis in den Sommer hinein. Klar muss aber auch sein, dass in dieser historisch einmaligen aktuellen Situation, saisonale Muster nur sehr bedingt einen Wert haben.

6. Bitcoin gegen Gold

Bitcoin in Gold 24.3.2020

Quelle: XE

 

Derzeit kostet ein Bitcoin 4,26 Unzen Gold. Andersherum gerechnet muss man für eine Unze Gold aktuell 0,234 Bitcoin bezahlen! Seit Jahresbeginn hat der Bitcoin gegen Gold damit ein gutes Stück abgewertet. Außerdem ist Bitcoin/Gold-Ratio aus dem großen Dreieck nach unten ausgebrochen. Je nachdem welche Höhe des Dreiecks man zugrunde legt, kommt man theoretisch auf unterschiedliche Kursziele beim Bitcoin/Gold-Ratio. Trägt man die kleinstmögliche Höhe an die Ausbruchstelle nach unten ab, lassen sich Ratio-Werte um ca. 3:1 bzw. 2,5:1 ermitteln. Damit wäre das Schlimmste beim Bitcoin mit Tiefstkursen um 3.800 USD schon fast ausgestanden. Trägt man hingegen die größtmögliche Höhe an die Ausbruchstelle nach unten ab, sind Ratio-Werte um 1:1 und tiefer denkbar! Prozentual betrachtet hat der Bitcoin damit im laufenden Deflationscrash mehr Abwärtsrisiko als der Goldpreis. 

 

Grundsätzlich sollte man in beiden Asset-Klassen investiert sein. D.h. mindestens 10% und maximal 25% seines Gesamtvermögens sollte man in physische Edelmetalle anlegen, während man in Kryptos und vor allem im Bitcoin 1% bis maximal 5% halten sollte. Wer sich mit den Kryptowährungen und Bitcoin sehr gut auskennt, kann individuell sicherlich auch höhere Prozentzahlen in Bitcoin allokieren. Für den normalen Anleger, der natürlich vor allem in Aktien und Immobilien investiert ist, sind 5% im hochspekulativen und hochvolatilen Bitcoin aber schon extrem viel.

In der derzeitigen Ausnahmesituation gilt jedoch: Cash ist King. Das Platzen der „Everything Blase“ hat vermutlich gerade erst begonnen. Sowohl Gold als auch insbesondere Bitcoin könnten in den nächsten Wochen bzw. Monaten durchaus deutlich billiger werden. Gleichzeitig hängt über dem Bitcoin Markt sicherlich kein so großes Terminmarkt- Damoklesschwert wie beim Gold. Eine spannende Ausgangslage. Langfristig sollten jedoch beide Anlageklasse von den gewaltigen Geldmengenausweitungen extrem profitieren.

7. Fazit und Empfehlung

Während die Aktienmärkte seit Ende Februar aufgrund der um sich greifenden Coronavirus Panik dramatisch abstürzen, sind zwischenzeitlich insbesondere auch der Bitcoin und viele Altcoins ebenfalls massiv unter Druck geraten. Die Panik an den Kryptobörsen wurde durch eine Kaskade von Stopp Loss Orders und Margin-Calls sowie riesigen Problemen bei der dezentralen und autonomen Organisation MakerDAO zusätzlich angeheizt. Zudem zeigt sich, dass die Derivate-Kartenhäuser und Beleihungsplattformen sowie die sehnlichst herbeigerufenen institutionellen Investoren eher nicht zur Stabilität der Kryptowährungen beitragen. Stattdessen sorgen diese neuen Player gerade in Krisenzeiten für ein wesentlich anfälligeres Ökosystem.

Jedenfalls zeigt die Deflation im Zuge des wohl gerade erst begonnenen Crashs an den weltweiten Finanzmärkten erstmals seit 2008 wieder offen und für alle erkennbar ihre katastrophalen Folgen. Alles was kurzfristig zählt ist Cash. Im schlechtesten Fall müssen wir von einer ähnlich großen Krise wie 1929 (Große Depression) ausgehen. Das würde Kursverluste in der Größenordnung von 70 - 90% an den Aktienmärkten bedeuten. 

Wie sich der Bitcoin in einem solchen Umfeld verhalten wird, wissen wir nicht, da es ihn 2008 und 1929 noch nicht gab. Wir können nur Vermutungen anstellen und darauf hinweisen, dass die letzte Finanzkrise im Jahr 2008 und mit ihr die vom Steuerzahler erbrachten unglaublichen Rettungsmaßnahmen zugunsten der Hochfinanz die Erschaffung des Bitcoins motiviert haben.

Heute, knapp 11 Jahre nach der Veröffentlichung des ersten Whitepapers von Satoshi Nakamoto steht das Fiat-Geldsystem erneut im Endspiel. Jetzt geht es allerdings nur noch um eine einzige Frage: Glauben Sie an die Macht der Druckerpresse oder nicht? Wenn Sie daran glauben, müssen Sie Aktien kaufen und auf die Notenbanker und Regierungen vertrauen. Studieren Sie hingegen die Geschichte der Menschheit, ist schnell festgestellt, dass die Druckerpresse nur solange Macht besitzt wie die Menschen an das aus dem Nichts geschaffene Geld glauben. Unsere Einschätzung ist, dass das Vertrauen in diesen Tagen endgültig zerbrochen ist.

Insofern ist der Run in den sicheren Hafen „physisches Gold“ in den letzten Tagen keine Überraschung. Der Bitcoin kann sich seit einigen Tagen ebenfalls stark erholen und scheint den anderen Märkten bei der Erholung vorneweg zulaufen. Trotzdem sei an das Deflationsszenario von 2008 erinnert. Damals verlor der Goldpreis mit wilden Schwüngen innerhalb von drei Monaten zunächst über 30%. Erst im Anschluss begann die knapp dreijährige Rally bis auf 1.920 USD. Etwas ähnliches wäre jetzt also auch beim Bitcoin denkbar. Dabei hat die erste Korrekturwelle mit 3.800 USD bereits recht tiefe Kurse mit sich gebracht. Ein Test der Tiefs im Bereich um 3.125 USD vom Dezember 2018 sollte in einem durchaus möglichen Deflationsszenario unbedingt einkalkuliert werden.

Charttechnisch präsentiert sich die Ausgangslage beim Bitcoin ebenfalls kompliziert. Kurzfristig überwiegen die Chancen einer fortgesetzten Erholung in Richtung 8.000 USD. Klar unterhalb der ehemaligen Aufwärtstrendlinie (aktuell ca. 9.000 USD) sollten sich die Bären aber zurückmelden und einen erneuten Angriff starten. Je nachdem wie durchschlagskräftig dieser dann abhängig vom Gesamtumfeld ausfällt, kommt es mittelfristig entweder zu neuen Tiefs unterhalb von 3.800 USD oder dem Ausbruch über 8.000 USD. Zunächst müssen es die Bullen aber erstmal in diesem extrem schwierigen Umfeld bis in den Bereich 7.700 bis 8.000 USD schaffen. Dann sehen wir weiter. Es empfiehlt also eine Fahrt auf Sicht.

Florian Grummes

Edelmetall- und Krypto-Experte

www.midastouch-consulting.com

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Autor: celticgold.eu

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