Deutscher Wald

2010 bis 2015 wurde die Münzserie Goldeuro „Deutscher Wald“ als offizielle Gedenkmünzen von der Bundesrepublik Deutschland ausgegeben. Neben den seit 2002 jährlich herausgegebenen 1/2oz 100 Euro Goldmünzen und der zur Euroeinführung ausgegebenen 1oz 200 Euro und 12g Goldmark, ist die „Deutscher Wald“ Serie eine 1/8oz 20 Euro Goldmünze.

Die Serie „Deutscher Wald“ widmet sich den in Deutschland heimischen Nadel- und Laubbäumen. Die Münzserie umfasst insgesamt 6 Ausgaben. In Auftrag gegeben wird die Goldmünzenserie vom Bundesfinanzministerium. Die Motive zeigen jeweils ein Blatt oder Zweig im Detail des jeweiligen motivgebenden Baumes. Die erste Ausgabe erfolgte 2010 mit dem Motiv „Deutscher Wald Eiche“ und endet 2015 mit dem Münzmotiv „Deutscher Wald Linde“. Ausgegeben werden die Gedenkmünzen mit einer Feinheit von 999,9/1000 und einem Feingewicht von 1/8oz, was 3,89g entspricht. Die Auflage jeder Ausgabe ist in der Regel auf 200.000 Exemplare beschränkt. Geprägt werden die Ausgaben zu je gleichen Teilen von 40.000 Stück in den fünf Prägestätten der Bundesrepublik Deutschland.

Die Goldmünzen der Serie „Deutscher Wald“ zeigen die in deutschen Wäldern heimischen Baumarten. 32 Prozent der Gesamtfläche Deutschlands ist Wald. Eiche, Buche, Kastanie und Linde gehören zu am häufigsten in deutschen Wäldern vorkommenden Laubbäumen, die Kiefern und Fichten nehmen den flächenmäßig größten Anteil an in Deutschland heimischen Nadelbäumen ein.

Der Wald spielt eine zentrale Rolle in der deutschen Kultur. Seit der Romantik gilt der Wald als wichtiges und typisch deutsches Kulturgut.

Der deutsche Wald ist heute überwiegend von Mischwäldern geprägt. Der ursprüngliche deutsche Wald war reiner Laubwald. Die heutige Baumartenzusammensetzung mit hohem Anteil an Nadelbäumen ist die Folge der, vom Mittelalter an bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts andauernde, Übernutzung und Kahlschlagung der Wälder. Um eine Holznot abzuwenden, wurden die Kahlflächen mit widerstandsfähigeren und robusteren Baumarten wie der Kiefer und Fichte aufgeforstet. Diese beiden Baumarten kommen mit den schwierigen ökologischen Bedingungen besser zurecht als frostempfindliche Baumarten wie Buchen oder andere Laubbäume.

Auch während und nach den beiden Weltkriegen entstanden durch die Kriegszerstörungen und den Holzbedarf für den Wiederaufbau große Kahlflächen, auf denen häufig wieder Reinbestände aus Fichte und Kiefer begründet wurden.

Um sich größeren Problemen einer Monokultur (großflächiger und gleichaltriger Waldreinbestand an Nadelbäumen) zu entziehen, werden die Nadelbaumreinbestände in artenreiche und stabile Mischwälder umgebaut. Dieser vorbeugende Waldumbau gilt auch angesichts des Klimawandels als sinnvoll, da die ursprünglich vor allem an die Klimaverhältnisse der Gebirge angepassten Baumarten Fichte und Kiefer mit den voraussichtlich höheren Temperaturen und längeren Trockenperioden noch schadanfälliger werden.

Wie bei allen Goldeuros wurden die Motive im Rahmen eines künstlerischen Wettbewerbs gewählt. Sieger des Wettbewerbs waren Heinz Hoyer und Frantisek Chochola.

Die Motive der Serie „Deutscher Wald“ sind:

2010:   Eiche (Design Heinz Hoyer)

2011:   Buche (Design Frantisek Chochola)

2012:   Fichte (Design Frantisek Chochola)

2013:   Kiefer (Design Frantisek Chochola)

2014:   Kastanie (Design Heinz Hoyer)

2015:   Linde (Design Frantisek Chochola)

Die Wertseite der Münzserie ist bei allem Ausgaben gleichbleibend. Sie zeigt eine Darstellung des deutschen Bundesadlers, eingerahmt von 12 Sternen, welche für die Europäische Union stehen.

Goldeuro 20 Euro Goldmünze „Deutscher Wald“ Eiche 2010

Die Motivseite der ersten Ausgabe der Serie zeigt ein Eichenblatt. Das Eichenblatt wird aufrechtstehend dargestellt. Der Münzhintergrund ist glatt und lässt so das Eichenblatt im Fokus. Das Wort „Eiche“ steht am unteren Münzrand und die Bezeichnung der Serie „Deutscher Wald“ ist am oberen Münzrand zu sehen. Die Münze hat einen Münzrand um das Motiv zu schützen.

Die Wertseite der Goldmünze „Deutscher Wald: Eiche“ zeigt mittig einen, von 12 Europasternen eingerahmten, Bundesadler. Unter der linken Klaue des Adlers, in einer Linie zur Klaue und dem zwölften Stern verlaufend, ist das Prägezeichen der ausgebenden Prägestätte („A“, „D“, „F“, „G“ oder „J“) zu erkennen. Das Ausgabeland „BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND“ und das Ausgabejahr „2010‘“ sind randläufig zu sehen. Die Umschrift läuft parallel zu den Europasternen, beginnend vom zweiten bis zum elften. Der Nennwert der Münze „20 EURO“ sind im unteren Randbereich ausgewiesen.

Produktspezifikationen

Gewicht: 3,89 g

Durchmesser: 17,5 mm

Dicke: 1,15 mm

Reinheit: 999,9/1000

Auflage: 200.000 Stk. (40.000 je Prägestätte)

Nominalwert: 20 Euro

Die Eiche

Die Eiche ist nach der Buche der zweithäufigste Laubbaum in unseren deutschen Wäldern. Es gibt über 400 Arten der Eiche. Die Eiche gilt als Symbol für die Ewigkeit, da Eichen bis zu 30 Generationen überdauern. Subfossile Eichen (im Moor und Sümpfen gelegene Eichenstämme könne sogar 600 bis 8500 Jahre alt sein).

Eichenholz ist robust und widerstandsfähig, weshalb es für den Schiffsbau, die Herstellung von Fässern, Treppen, Eisenbahnschwellen und Sitzmöbel verwendet wurde. Heute wird Eichenholz für teure Parkettböden verwendet oder als Furniere für die Möbelherstellung.

Die Früchte der Eiche, die Eicheln, sind für Menschen und viele Tiere giftig. Nicht giftig hingegen sind Eicheln für Schweine, weshalb viele Schweine im Herbst zur Eichelmast getrieben werden. Schweine welche Eicheln fressen, sollen dem Schinken einen besonderen Geschmack verleihen.

Goldeuro 20 Euro Goldmünze „Deutscher Wald“ Buche 2011

Die 2011 erschienene Ausgabe der Serie „Deutscher Wald“ widmet sich der Buche. Das Motiv der Münze zeigt ein Buchenblatt im Fall. Der Name der Serie „Deutscher Wald“ ist über dem Motiv zu sehen. Am unteren Münzrand ist der Ausgabename/die Bezeichnung des Motivs „Buche“ geschrieben. Der Münzhintergrund der Motiv- und Wertseite der Goldmünze „Deutscher Wald: Buche“ 2011 weist wie bei allen Ausgaben der Serie eine glatte Fläche auf. Die Münze hat beidseitig einen Randstab, zur besseren Stapelbarkeit und zum Schutz des Motivs.

Auf der Wertseite der Goldmünze ist mittig ein Bundesadler zu sehen, welcher von zwölf Europasternen kreisförmig eingerahmt ist. Randläufig ist das Ausgabeland „BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND“ und das Ausgabejahr „2011“ genannt. Der Prägestempel der verausgabenden Prägestätte ist rechts unter der Klaue des Adlers zu sehen. Im unteren Randbereich ist der Nennwert von „20 EURO“ ausgewiesen.

Produktspezifikationen

Gewicht: 3,89 g

Durchmesser: 17,5 mm

Dicke: 1,15 mm

Reinheit: 999,9/1000

Auflage: 200.000 Stk. (40.000 je Prägestätte)

Nominalwert: 20 Euro

Die Buche

Die Buche ist ein in Mitteleuropa weit verbreiteter Laubbaum. In Deutschland ist die Buche der häufigste Laubbaum. Die Buche heißt auch Rotbuche, da ihr Holz etwas rötlich aussieht. Am besten wächst die Buche auf eher fruchtbaren Böden. Eine Buche kann bis zu 200 bis 300 Jahre alt und 45 Meter hoch werden. Die Blätter haben die Form eines Ovals mit spitzgezogenen Enden. Die Buchenblätter wachsen so dicht, dass es unter dem Baum sehr dunkel ist und sich kleinere Pflanzen schwer durchsetzen können.

Die Früchte einer Buche nennt man Bucheckern. Für Menschen sind sie leicht giftig. Sie sind Nahrungsmittel für zum Beispiel Vögel, Eichhörnchen oder Mäuse.

Aus Buchenholz macht man Möbel, Treppen und Parkettböden, Kinderspielzeug, Kochlöffel, Bürsten und vieles mehr.

Buchenholz ist auch zum Verbrennen sehr beliebt. Es brennt sehr ruhig und regelmäßig, da kaum Harz im Holz enthalten ist, und gibt viel Wärme ab.

Goldeuro 20 Euro Goldmünze „Deutscher Wald“ Fichte 2012

Die 2012er Ausgabe zeigt einen Fichtenzweig. Die einzelnen Nadeln des Zweiges sind sehr detailliert sichtbar. „Deutscher Wald“, der Name der Serie, ist oberhalb des Fichtenzweiges randläufig der Münze und der Name der Ausgabe, „Fichte“ ist unterhalb randläufig zu sehen.

Die Wertseite zeigt wie alle Münzen der Serie, mittig einen Bundesadler eingerahmt von 12 Sternen, welche für die EU stehen. In der oberen Münzhälfte randläufig ist der Schriftzug „BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND“ mit dem Ausgabejahr „2012“ zu sehen. Parallel verlaufend zur linken Kralle des Adlers, ist der Prägestempel der verausgabenden Prägestätte erkennbar. Der Nennwert „20 EURO“ ist im unteren Münzbereich zu sehen.

Produktspezifikationen

Gewicht: 3,89 g

Durchmesser: 17,5 mm

Dicke: 1,15 mm

Reinheit: 999,9/1000

Auflage: 200.000 Stk. (40.000 je Prägestätte)

Nominalwert: 20 Euro

Die Fichte

Die Fichte ist der am weitesten verbreitete Nadelbaum deutschen Wäldern. Die Fichte wird auch Rottanne genannt. Fichten werden etwa 40 Meter hoch und können bis 600 Jahre alt werden, sie werden jedoch im Alter zwischen 80 und 100 Jahren geschlagen, da man so das meiste Holz gewinnen kann.

Die Knospen der Fichte entwickeln sich zu Zapfen, welche anfänglich gerade nach oben stehen. Im Laufe eines Jahres werden sie 10-15 Zentimeter lang und braun. Dabei beginnen sie nach unten zu hängen. In den Zapfen hängen die Samen.

Am Ende fällt der ganze Zapfen ab. Die Samen enthalten sehr viel Fett, was sie als beliebtes Nahrungsmittel für Vögel, Eichhörnchen, Mäuse und viele andere Waldtiere machen. Samen, die nicht gefressen werden und auf einen günstigen Boden fallen, lassen neue Fichten sprießen.

Die Stämme der Fichte werden zu Balken, Brettern und Leisten, Möbel und Türen verarbeitet. Alte Fichten, langsam gewachsene Fichten, werden auch zum Bau von Musikinstrumenten wie etwa Violinen verwendet. Viele Fichtenstämme werden für die Herstellung von Papier genutzt. Die Äste der Fichten werden zumeist als Brennholz eingesetzt.

Goldeuro 20 Euro Goldmünze „Deutscher Wald“ Kiefer 2013

2013 wurde die Münze „Deutscher Wald“ unter dem Motto der Kiefer ausgegeben. Dargestellt wird auf der Motivseite ein Kiefernzweig, welcher sehr detailliert dargestellt ist. Man sieht die langen Kiefernnadeln und auch Kiefernknospen. Im oberen Randbereich ist der Name der Serie „Deutscher Wald“ und im unteren Randbereich der Name „Kiefer“, des im Fokus stehenden Motivs genannt. Der Münzhintergrund ist glatt und glänzend.

Die Wertseite zeigt mittig eine Darstellung des Bundesadlers, eingerahmt von zwölf Sternen, welche die EU symbolisieren. Das Ausgabeland „Bundesrepublik Deutschland“ und das Ausgabejahr ist randläufig im oberen Münzbereich dargestellt. Rechts, im unteren Viertel der Münze ist das Münzzeichen der ausgebenden Prägestätte abgebildet. Der Nennwert von „20 Euro“ ist im unteren Randbereich ersichtlich.

Produktspezifikationen

Gewicht: 3,89 g

Durchmesser: 17,5 mm

Dicke: 1,15 mm

Reinheit: 999,9/1000

Auflage: 200.000 Stk. (40.000 je Prägestätte)

Nominalwert: 20 Euro

Die Kiefer

Die Kiefer ist nach der Fichte der zweithäufigste Nadelbaum in deutschen Wäldern. Weltweit gesehen ist die Kiefer der häufigste Nadelbaum. Kiefern werden etwa 50 Meter hoch können bis zu 500 Jahre alt werden.

Aus den Knospen der Kiefer entwickeln sich rundliche Zapfen, welche zu Beginn gerade nach oben stehen. Im Laufe eines Jahres beginnen sie nach unten zu hängen. In den Zapfen befinden sich die Samen der Kiefer. Im Herbst lässt die Kiefer die Zapfen fallen.

Vögel, Eichhörnchen, Mäuse und viele andere Waldtiere ernähren sich von den nach dem Fall erreichbaren Kiefernsamen. Die durch die Samen entstandenen Sprösslinge dienen als Nahrung für Rehe, Hirsche, Gämsen, Steinböcke und weitere Tiere.

Aufgrund des hohen Harzanteils im Holz wird das Kiefernholz oft für Bauten im Außenbereich, wie Terrassen oder Verkleidungen, eingesetzt, da es weniger schnell fault. Wegen dem Harz duftet Kiefernholz stark und angenehm.

Von der Altsteinzeit bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Kienspan zur Beleuchtung eingesetzt. Kienspäne wurden als dünne Scheite in einen Halter gesteckt und als kleine Fackel angezündet.

Aus Kiefernholz wurde Harz gewonnen, welcher beispielsweise im Mittelalter als Klebstoff verwendet wurde. Harz vermischt mit Tierfett wurde auch als Schmiermittel für die Achsen verschiedenster Wagen und Karren verwendet. Später konnte man Terpentin aus dem Harz herausholen und damit beispielsweise Farben für die Malerei herstellen.

Goldeuro 20 Euro Goldmünze „Deutscher Wald“ Kastanie 2014

Die 2014er Ausgabe der Münzserie „Deutscher Wald“ trägt den Namen der Kastanie und zeigt ein Kastanienblatt als Motiv. Abgebildet wird ein Kastanienblatt als unverkennbares Merkmal der Kastanie. Die Darstellung zeigt ein mit sieben Blättern gewachsenes Kastanienblatt. Abgebildet wird das Blatt der Rosskastanie, da nur diese in deutschen Wäldern heimisch ist. Die Blätter der Edel- oder Esskastanie zeichnen sich durch andere Merkmale aus.

Der seriengebende Name „Deutscher Wald“ zeigt sich randläufig als Überschrift. Im unteren Teil der Münze randläufig ist der Motivname „Kastanie“ abgebildet. Der Münzhintergrund ist wie auch bei den Vorgängerausgaben glatt und glänzend.

Die Wertseite zeigt den Bundesadler mittig angeordnet, eingerahmt von für die EU stehend, zwölf Sternen. „Bundesrepublik Deutschland“, das Ausgabeland der Münze, ist randseitig mit dem Ausgabejahr „2014“ ersichtlich. Der Nennwert „20 Euro“ der Münze ist im unteren Randbereich zu sehen. Der Prägebuchstabe der ausgebenden Prägestätte „A“, „D“, „F“, „G“ oder „J“ wird im rechten unteren Viertel der Münze gezeigt.

Produktspezifikationen

Gewicht: 3,89 g

Durchmesser: 17,5 mm

Dicke: 1,15 mm

Reinheit: 999,9/1000

Auflage: 200.000 Stk. (40.000 je Prägestätte)

Nominalwert: 20 Euro

Die Kastanie

Die Kastanienbäume, in Deutschland auch Rosskastanien genannt, kommen in fast ganz Europa, Asien und Nordamerika vor. Kastanienbäume werden bis zu 30 Meter hoch und können bis zu 300 Jahren alt werden.

Kastanien lassen sich leicht an ihren unverwechselbaren Blättern erkennen. Vom Stängel aus bilden sich 5-7 tropfenförmige Blätter, die sich kreisförmig anordnen. Anhand der Blätter lassen sich auch leicht die für den Menschen essbaren von den nicht-essbaren Kastanien unterscheiden.

Edel- oder Esskastanienbäume wachsen vor allem in den Ländern rund um das Mittelmeer. Die Blätter der Esskastanienbäume ordnen sich ebenso an, wie die der Rosskastanie, jedoch sind die Blätter länger, spitz zulaufender und „stacheliger“.

Die Früchte der Esskastanien werden auch Maronen oder Maroni genannt und oft auf Weihnachtsmärkten verkauft.

Im April und Mai bilden Kastanien kleine Blüten, die in Rispen aufrecht zusammenstehen. Die Blüten sind meist weiß, es gibt aber auch rotblühende Arten. Im Sommer wachsen aus den Blüten die Früchte, die kleine grüne Kugeln mit Stacheln sind.

Im Herbst werden die Früchte reif und fallen zu Boden. Dabei zerplatzen die Stachelkugeln und geben die Früchte, Kastanien genannt, frei. Kastanien sind 3 bis 5 Zentimeter große braune Nüsse mit einem hellen Fleck. Kastanien der Rosskastanie werden gerne zum Basteln und Spielen verwendet. Für den Menschen sind die Früchte der Rosskastanie nicht genießbar, eignen sich aber als Tierfutter, weshalb sie auch Ross-Kastanie (Ross = altes Wort für Pferd) genannt wird.

Goldeuro 20 Euro Goldmünze „Deutscher Wald“ Linde 2015

Die Linde ist das abschließende Motiv der Serie „Deutscher Wald“ und wurde 2015 verausgabt. Als Motiv der Abschlussmünze wurde ein Lindenblatt gewählt, das im Detail den für das Blatt signifikanten ausgefranzten Rand darstellt. Die Blattadern sind deutlich hervorgehoben, sodass das Blatt einen 3D Effekt aufweist. Der Titel der Serie „Deutscher Wald“ lässt sich als Überschrift im oberen Teil ablesen und der Motivname „Linde“ steht im unteren Randbereich der Münze geschrieben.

Die Wertseite stellt einen Bundesadler eingerahmt von zwölf Sternen dar. Das Motiv ist mittig angeordnet und randläufig verläuft der Schriftzug „Bundesrepublik Deutschland“ „2015“, welcher für das Ausgabeland und -jahr steht. Unterhalb des Schwanzes, zwischen den Klauen des Adlers steht der Nennwert von „20 Euro“. Das jeweilige Prägezeichen der ausgebenden Prägestätte steht parallel zur linken Klaue des Adlers im rechten unteren Viertel.

Produktspezifikationen

Gewicht: 3,89 g

Durchmesser: 17,5 mm

Dicke: 1,15 mm

Reinheit: 999,9/1000

Auflage: 200.000 Stk. (40.000 je Prägestätte)

Nominalwert: 20 Euro

Die Linde

Die Linde ist ein Laubbaum, welcher in fast allen Ländern der gemäßigten und subtropischen Zone wächst. Insgesamt gibt es etwa 40 verschiedene Arten. In Europa wachsen nur die Sommerlinde und die Winterlinde, in einigen Ländern auch die Silberlinde. Die Linde wird je nach Art zwischen 15 und 40 Meter hoch und kann bis zu 1.000 Jahre alt werden.

Die Blätter und Blüten der Linde werden gerne als Heiltee verwendet. Er wirkt gegen Halsschmerzen und beruhigt den Hustenreiz, wirkt aber auch gegen Fieber und Magenschmerzen. Lindenblütentee wird als Beruhigungstee getrunken.

Die Jahresringe der Linde wachsen fast gleich stark, wodurch sich ein sehr gleichmäßiges Holz ergibt. Lindenholz eignet sich daher sehr gut für die Gestaltung von Statuen. Vor allem zur Zeit der Gotik wurden Altäre aus Lindenholz geschnitzt. Heute wird Linde auch gern als Möbelholz verwendet.

Der Ausdruck der „Tanzlinde“ stammt aus früheren Zeiten. In Mitteleuropa gab es „Dorflinden“, diese waren der zentrale Treffpunkt der Bevölkerung, um sich dort zu treffen und auszutauschen oder aber auch um einen Mann oder eine Frau fürs Leben zu finden. Daher „Tanzlinde“, da hier das gesellige Leben stattfand. Es wurde aber auch oft Gericht dort abgehalten.

Es gibt Linden, die besonders berühmt für ihr hohes Alter, für ihren besonders dicken Stamm oder für eine Geschichte, die hinter ihnen steckt, sind. Nach Kriegen oder nach schweren Krankheiten, die viele Menschen befallen hatten, pflanzte man oft eine Linde und nannte sie „Friedenslinde“.

Deutsche Prägestätten

In Deutschland gibt es fünf staatliche Prägestätten, welche zu gleichen Teilen an der Produktion der Gedenkmünzen beteiligt sind. 1998 schlossen sich die ehemals getrennt voneinander produzierenden Prägestätten "Staatliche Münze Stuttgart" und "Staatliche Münze Karlsruhe" zu den "Staatlichen Münzen Baden-Württemberg" zusammen und bilden die größte Münzprägebetriebsstätte Deutschlands. Deutschland beauftragt als einziges Land der Euro-ausgebenden Länder mehrere Prägestätten mit der Produktion der Münzen. Dies gilt für Umlauf- und Sammlermünzen gleichermaßen. Die folgende Tabelle zeigt welches Münzzeichen für welche Prägestätte steht.

Münzzeichen         Prägestätte

A                          Staatliche Münze Berlin

D                              Bayrisches Hauptmünzamt

F                              Staatliche Münzen Baden-Württemberg (Stuttgart)

G                              Staatliche Münzen Baden-Württemberg (Karlsruhe)

J                               Hamburgische Münze

Herausgeber der deutschen 20- und 100-Euro-Goldmünzen ist das Bundesministerium für Finanzen im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland.

Kauftipps

Die 20-Euro-Münzen gelten wie alle anderen deutschen Anlage- und Sammlermünzen nur in Deutschland als gesetzliches Zahlungsmittel. Der Nennwert entspricht bei Weitem nicht dem Materialwert, wichtig jedoch bei Angabe des Nennwertes sind die steuerlichen Regelungen. Mehrwertsteuerfrei können Goldmünzen in Deutschland nur erworben werden, wenn das Gold zu Anlagezwecken erworben wird.

Als Anlagegold und somit steuerfrei definiert wird Gold nach EU-Richtlinie 98/80/EG wie folgt:

“Gold in Barren- oder Plättchenform mit einem von den Goldmärkten akzeptierten Gewicht und einem Feingehalt von mindestens 995 Tausendstel (Barren oder Plättchen mit einem Gewicht von höchstens 1 g können die Mitgliedstaaten von der Regelung ausnehmen) oder Goldmünzen, die einen Feingehalt von mindestens 900 Tausendstel aufweisen, nach dem Jahr 1800 geprägt wurden, in ihrem Ursprungsland gesetzliches Zahlungsmittel sind oder waren und üblicherweise zu einem Preis verkauft werden, der den Offenmarktwert ihres Goldgehalts um nicht mehr als 80 % übersteigt“

– offizielle Zusammenfassung der EU-Richtlinie 98/80/EG -

Der Preis der „Deutscher Wald“ Goldmünzen setzt sich zusammen aus dem Gold-Spot-Preis und der Prämie. Einige der wichtigsten Faktoren, die den Goldpreis beeinflussen, sind: Angebot und Nachfrage, geopolitische Ereignisse und Zentralbankpolitik.

Goldkäufer sollten sich mit diesen Preisfaktoren vertraut machen und die Geschichte des Goldes kennenlernen.

Die Münzen Serie „Deutscher Wald“ werden mit einem deutlich höheren Aufgeld herausgegeben, weshalb wir diese auch als Sammlermünzen empfehlen.

Details

Hersteller: Staatliche Prägeanstalten der Bundesrepublik Deutschland

Herkunftsland: Deutschland

Feinheit: 999,9/1000

Feinheit: 24 Karat Gold

Gewicht: 3,89 Gramm, 1/8oz

Durchmesser: 17,5 mm

Nennwert: 20 Euro

Kratzfestigkeit: schlecht

Gewicht
Herkunftsland

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